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| Jugend trainiert für Olympia
Es ist bekannt, dass eine regelmäßige sportliche Betätigung nicht nur die gesundheitliche und motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen positiv beeinflusst, sondern auch einen günstigen Einfluss auf die emotionale und soziale Persönlichkeitsentwicklung ausübt.
Der Sportförderung gilt daher besonderes öffentliches Interesse.Eine von vielen Maßnahmen, die dieses Ziel verfolgen, ist der 1969 eingeführte Bundeswettbewerb für Schulmannschaften „Jugend trainiert für Olympia“. In den folgenden elf Sportarten finden jährlich in vier Altersklassen Regional- und Landesausscheidungen statt: Basketball, Fußball, Handball, Hockey, Kunstturnen, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Skilanglauf, Tischtennis und Volleyball.
Wer
davon träumt, einmal auf einem olympischen Siegerpodest zu stehen,
beginnt hier vielleicht seine sportliche Karriere. Getragen wird der
mit rd. 910.000 Teilnehmern/Innen weltgrößte Schulsportwettbewerb
von den Kultusministerien der Länder und dem Deutschen Sportbund,
unterstützt von zahlreichen Sponsoren.
Er bietet Schülern/Innen die Möglichkeit, bereits im
schulischen Rahmen Wettkampferfahrung zu sammeln, vermittelt Werte
wie Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude, motiviert die Jugendlichen
für ein lebenslanges Sporttreiben und ist für einige das
Sprungbrett vom Schulsport zu Training und Wettkampf im Sportverein.
Anfang Juni fanden die Leichtathletikwettkämpfe auf Regionalebene
in Heusenstamm statt. Für die Dreieichschule nahm eine Mannschaft
bestehend aus zehn Schülern der Jahrgänge 1991-1994 teil.
Es können jeweils drei Schüler pro Disziplin starten, zwei
davon werden gewertet. Jeder Schüler darf nur in drei Disziplinen
einschließlich der Staffel eingesetzt werden. Folgende Disziplinen
müssen abgedeckt sein: 75m-Lauf, 1000m-Lauf, Weit- und Hochsprung,
Kugelstoßen (4kg) und Ballwurf (200g).
Herr Sturmfels begleitete die ambitionierten Leichtathleten. Die meisten
von ihnen trainieren in ihrer Freizeit auch regelmäßig in
Vereinen. Die Schulmannschaft erreichte unter sechs teilnehmenden Schulen
den 4. Platz und konnte mit ihrer Leistung zufrieden sein.
Eine Tagesbestleistung gelang Michael Werner, der mit einer übersprungenen
Höhe von 1,80m den ersten Platz belegte.
Benjamin Tost lief die 1000m in 3,17min. Den 75m Lauf absolvierten
Michael Werner in 9,9 Sekunden und Wilko Möhlmann sowie Rouben
Czwikla in 10,3 Sekunden. Max Wannemacher sprang 1,76m hoch und 5,55m
weit. Dann folgten im Weitsprung mit 5,28m Michael Werner und mit
5,25m Jan Höra. Beim Ballwurf erzielte Yanick Lorenz 57m und
Dennis Oldenburg 49,50m, beim Kugelstoßen Max Wannemacher 11,72m
und Dennis Oldenburg 9,60m.
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Die Teilnehmer

Rouben Czwikla, Jan Höra, Sven Junga, Yanick Lorenz,
Michael Meister, Wilko Möhlmann, Dennis Oldenburg,
Benjamin Tost, Max Wannemacher, Michael Werner
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Interview mit Michael Werner |
Die Schulgemeinde kennt ihn von der Bühne,
als Klarinettenspieler in der Schulband.
Die wenigsten aber wissen, dass noch ein anderes Talent in ihm ruht:
Bei den Hessischen Leichtathletikwettkämpfen im Januar dieses Jahres wurde er in seiner Altersklasse mit einer Leistung von 1.77m Hessischer Vizemeister im Hochsprung. |
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War das gleichzeitig eine persönliche Bestleistung oder wo liegt mittlerweile dein Rekord? |
Nein, davor lag mein Rekord bei 1,68m. Ich war sehr überrascht und froh, dass ich so hoch gesprungen bin und somit 2. wurde.
Inzwischen liegt mein Rekord bei 1,83m, wie ihr auf der Urkunde sehen könnt.
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Du trainierst bei der SG Egelsbach. Das Leichtathletiktraining umfasst auch Sprints, Hürdenlauf, Weitsprung, Speerwurf etc. Warum hast du dich auf Hochsprung spezialisiert?
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Ich habe mich nicht wirklich auf Hochsprung spezialisiert. Es hat am Anfang einfach gleich gut geklappt. Ich habe keine Ahnung warum.
Wir trainieren eher auf die Mehrkämpfe hin, weil ich in den anderen Disziplinen auch gut bin.
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Welche körperlichen Voraussetzungen braucht ein Hochspringer? |
Man sollte nicht zu klein sein, weil größere zumindest am Anfang einen Vorteil haben. Bei den Profis hat es nicht mehr viel mit der Größe zutun, da kann man alles mit einer guten Technik herausholen.
Außerdem sollte man gute Sprunggelenke haben für den Anlauf und einen explosiven Absprung.
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Michael Werner beim Springen
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Wie oft trainierst du wöchentlich, und mit welchen Schwerpunkten? |
Ich trainiere 4-mal in der Woche (wenn es Wettkämpfe gibt, dann nur 3-mal).
Zurzeit gibt es keine einzelne Disziplin, auf die ich mich konzentriere.
Vielleicht konzentriere ich mich ein bisschen mehr auf Hochsprung.
Wir wollen uns nicht zu früh auf eine bestimmte spezialisieren, da es sein kann, dass ich in ein paar Jahren ein guter Langläufer oder Werfer werde.
Deswegen trainieren wir auf Mehrkämpfe hin.
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Wie läuft eine Trainingseinheit ab? |
Als erstes laufen wir uns ein um warm zu werden.
Danach dehnen wir unsere Muskeln um Krämpfe oder Ähnliches zu vermeiden und reden über Wettkämpfe die schon waren, oder noch kommen.
Dabei werden wir in Trainingsgruppen aufgeteilt.
Dann machen wir Koordinationsübungen. dass sind Übungen
zur Verbesserung der
Sprinttechnik. Unseren Trainern bauen mittlerweile die Geräte
auf (wie zum Beispiel die Hochsprunganlage),
die wir für die Durchführung der Disziplin benötigen
aufzubauen.
Wenn das Training zu Ende ist, laufen wir uns noch aus.
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Das Resultat eines erfolgreichen Wettkampfes:
Michael erspringt den erste Platz in Seeheim
mit einer Höhe von 1,83m !!!
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Man hört häufig den Spruch: „Sport ist Mord!“ Wie stehst du zu diesem Spruch? Hattest du schon schwerere Sportverletzungen? |
Ich denke, wenn man zu viel macht, z. B. läuft bis zum Umfallen, kann der Sport auch schon mal zum Tod führen.
Letztes Jahr hatte ich die ganze Saison über Schmerzen im linken Knie, was mit dem Wachstum zusammenhängt.
Das hat mich des Öfteren eingeschränkt, weil ich nicht immer volle Leistung bringen konnte.
Ansonsten hatte ich zum Glück nichts schlimmeres, außer ein bisschen Muskelkater.
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Welche sportlichen Ziele hast du dir gesetzt? |
Meine Ziele sind eine gute und verletzungsfreie Saison abzulegen
und meinen größten Konkurrenten im Hochsprung zu schlagen.
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Florian Tost, Webteam,
21.06.2006 |
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