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mit Felix Fischer
der zweite stellvertretende Schulsprecher
an der DSL
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In loser Reihenfolge wollen wir die Vertreter der SV an der Dreieichschule
vorstellen. Heute haben wir Felix Fischer zum Interview gebeten. Er
geht in die Jahrgangsstufe 12 und erzählt uns über seine Beweggründe
für die SV zu kandidieren, seine Ziele und Erwartungen und auch
etwas über sich selbst.
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Beschreibe dich kurz in
wenigen Stichworten: |
- selbstbewusst
- freundlich
- zuverlässig
- durchsetzungsfähig
- zielstrebig
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Nenne deine Favoriten in allen
4 Bereichen |
Lieblingsschulfächer: Politik & Wirtschaft und Geschichte
Lieblingsbuchuch: Die Schuld, John Grisham
Freizeitbeschäftigung: arbeiten, mit Freunden treffen, Gitarre,
Radfahren, Lesen und die Politik
Sportart: Radfahren, Tischtennis
Software: ---
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Du bist zum 2.stellvertretenden
Schulsprecher gewählt worden. Warum hast du dich aufstellen lassen? |
Weil hier an der
Schule im letzten Jahr nicht sonderlich viel passiert ist. Ich vertrete
den Standpunkt, dass wenn man etwas bewegen will, man am besten selbst
mit anpackt, als immer nur zu kritisieren. Aus diesem Grund bin ich
auch in die SPD eingetreten.
Wir sind im Moment auf einem guten Weg, Dinge zu verändern, auch
wenn das der einzelne Schüler im Moment noch nicht merkt.
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Was möchtest du durch
deine Arbeit erreichen? |
Wichtig ist,
dass das Schüler-Lehrer-Verhältnis verbessert wird. Mit den
Verbindungslehrern sind wir da auf einem guten Weg. Die SV wird auch
aktiv an der in diesem Jahr provisorisch eingeführten Erziehungsvereinbarung
mitarbeiten. Dadurch soll ein besseres Miteinander sowohl zwischen Schülern
und Lehrern als auch nur unter Schülern geschaffen werden. Ein
guter Draht zur Schulleitung muss dabei natürlich auch vorhanden
sein.
Des Weiteren setzten wir uns aktiv mit dem Raucherproblem an unserer
Schule auseinander. Wir versuchen eine Lösung zu finden, welche
im Sinne der Raucher und der restlichen Schülerschaft ist. Wir
erhoffen uns in diesem Fall Hilfe durch die Stadt.
Generell kann man jedoch sagen, dass die SV eine gute Arbeit nur dann
leistet, wenn sie Unterstützung von jedem Einzelnen bekommt. Zusammenarbeit
ist wichtig. Wenn man als Team fungiert ist der Erfolg nicht weit weg.
Erfolgreich ist man dann, wenn die Schülerschaft zufrieden mit
der Arbeit der SV ist.
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Was könnte man an der
SV verbessern? |
Es muss Struktur „in den Laden“ gebracht werden. Das
soll heißen, dass wir Arbeitsgruppen bilden sollten, die sich
mit bestimmten Problemen oder Zielen auseinandersetzt. Unsere wöchentlichen
Treffen zeigen diese Struktur leider noch nicht auf. Ich werde mich
jedoch dahinter klemmen.
Des Weiteren fehlt der Zusammenhalt. Eine gute Zusammenarbeit kann
es nur dann geben, wenn möglichst viele zu den SV-Vorstandssitzungen
kommen. Das ist im Moment leider nicht gegeben.
Die SV muss eine größere Rolle auf der Schulebene spielen.
Ich wünsche mir mehr Mitsprachrecht bei Themen, die die Schülerschaft
direkt betreffen.
Mir persönlich ist das Mitspracherecht eines jeden Schülers
wichtig. Ich möchte, wie auch in meiner Wahlkampfrede gefordert,
dass es in regelmäßigen Abständen ein Zusammentreffen
zwischen SV, Schulleitung und Schülern gibt, in denen sich die
Schüler zur momentanen Schulsituation auslassen können (Podiumsdiskussion).
Das Ganze muss natürlich in geordneten Bahnen ablaufen können.
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Habt ihr schon Informationen über
die anstehende Projektwoche? |
Wir haben dieselben
Informationen wie auch die restliche Schülerschaft bekommen. In
diesem Punkt werde ich bzw. werden wir noch einmal Rücksprache
mit Herrn Charlet halten müssen.
In dem von ihm angefertigtem Schreiben heißt es nämlich,
dass es Infos zur und Anmeldebögen (wenn man ein eigenes Projekt
anbieten möchte) bei der SV gäbe. Das ist bis heute leider
nicht der Fall. Wir können bis heute den Schülern nicht mehr
Infos bieten als auf diesem Papier stehen. Auch Anmeldebögen sind
bei der SV noch nicht eingegangen. |
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Informationen zur Schülervertetung findet man
unter: www.2.hessisches-kultusministerium.de |
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In welchen Bereichen wünscht
ihr euch mehr Mitspracherecht? |
Wie oben bereits
gesagt, wünsche ich mir Mitspracherecht bei Themen, die die Schüler
direkt betreffen.
Der Schulleiter hat jedoch schon eine Mitarbeit im Rahmen der künftigen
Unterrichtsverteilung der G8-Schüler versprochen, sowie in den
Bereichen der Erziehungsvereinbarung und des Schüleraustauschs.
Die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und der SV ist also auf einem
guten Weg.
Weiterhin sehe ich die Wichtigkeit des Schülerrats unterschätzt.
Die erste Schülerratssitzung diesen Jahres wurde in eine SV-Stunde
gelegt. Die Anwesenheit der Klassen-/Kurssprecher war daher sehr dürftig.
Jedoch sehe ich auch hier Erfolgschancen.
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Welche Meinung hast du zum
Zentralabitur? |
Vom Grundsatz her
ist die Idee nicht schlecht. Jedoch kann der Lehrer keine Schwerpunkte
mehr setzten, da selbst er nicht weiß, welche Themen im Abitur
verlangt werden.
Da ich zu den „Versuchskaninchen“ gehöre und die Lehrer
selbst nicht wissen, was sie erwartet ist das Lernpensum höher
als die Jahre zuvor.
Grundsätzlich wir das Abitur jedoch fairer.
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Was hältst du von G8? |
Wenn man von
diesem Projekt hört, ist der erste Eindruck gut, da die deutschen
Schüler im internationalen Vergleich erst sehr spät mit der
Berufsausbildung fertig sind. Jedoch hat dieses Schulmodell momentan
mehr Nach- als Vorteile.
Durch die Schulzeitverkürzung werden die Lehrpläne von Gymnasium
und Realschule voneinander entkoppelt. So beginnt die zweite Fremdsprache
in den Gymnasialklassen bereits in der sechsten Klasse statt in der
siebten. Ein Wechsel von Realschulen auf Gymnasien ist damit ausgeschlossen.
Noch schlimmer sieht es für die Gesamtschulen aus. Da hier die
Mittelstufe erst nach der 10. Klasse endet, werden sie an Attraktivität
verlieren. Sie werden zu „Restschulen“. Dadurch wird die
Leistungsfähigkeit unseres Schulsystems geschmälert und die
Gymnasien überlaufen.
Das heißt also, dass die Schüler so früh wie möglich
in drei „Klassen“ unterteilt werden sollen (Hauptschule,
Realschule, Gymnasium), in denen ein Wechsel nur noch nach unten möglich
ist. Man kann also durchaus von einer „Drei-Klassen-Ideologie“
sprechen.
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Interviewter |
Felix Fischer |
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Führe
folgende Sätze fort:
In Finnland kann man nicht sitzen bleiben. Das halte ich für...,
weil |
Das halte ich für schlecht, da es hierzulande zu viele Schüler
geben würde, die nichts mehr für ihre Schulausbildung tun
würden.
Man darf auch nicht vergessen, dass die Finnen im PISA-Test die Besten
waren. Das heißt, dass sie (großenteils) sehr arbeitsam
sind. Das traue ich den Deutschen nicht zu.
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Ganztagsschule wie in Amerika finde ich... |
...nicht durchsetzungsfähig,
da die amerikanischen Schüler ihr gesamtes Freizeitprogramm von
der Schule geboten bekommen.
Das können die deutschen Schulen nicht bieten, da ihnen die Mittel
fehlen. Außerdem wäre das der Untergang für (Sport-)
Vereine. |
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Was hältst
du vom Rauchverbot in Schulhöfen, das seit Januar 2005 gilt?
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Rauchfreie Schulen stehen immer
in einem besseren Licht, dar. Jedoch war der hessischen Landesregierung
sicher nicht klar, dass die Verschmutzung der Straßen dadurch
zunimmt, da das Rauchverhalten der Schüler dadurch nicht beeinflusst
wird.
Man kann bei uns an der Schule deutlich erkennen, was das unüberlegte
Rauchverbot für Folgen hat, nämlich die Verschmutzung des
Albertus-Magnus-Platzes. Die Kommune kostet das ein Riesengeld diesen
Schmutz zu beseitigen.
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Gut an der DSL gefällt mir ...
Nicht so gut gefällt mir ...
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- das große Angebot an
IGs und AGs
- der eigene SV-Raum
- die neuen Medien
- daszunehmend besser werdende Schüler-Lehrer Verhältnis
- der Vandalismus
- der nicht vorhandene Zusammenhalt der Schüler
- die schlechte Organisation der Schülerausweise
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| Webteam,
23.01.2006 |